Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Roboter chirurgieRoboterchirurgie Operieren mit der Maschine Von Yvonne Maier Im Jahr 2000 wurde Medizingeschichte geschrieben. Ein Science-Fiction-Traum wurde wahr: Die ersten Roboter zogen in die Operationssäle der Krankenhäuser ein. Doch heute, fast zwanzig Jahre später, haben sie immer noch nicht den lang erhofften Durchbruch geschafft. Zwar ließen sich weltweit im Jahr 2018 rund 900.000 Menschen mit Unterstützung eines Roboters operieren. Doch menschliche Chirurgen braucht es dafür immer noch, weil Roboter-Eingriffe in der Regel sogenannte "Schlüsselloch-Chirurgie" sind, mit einer Kamera und Roboter-Armen, die ein Mensch bedient. Und es ist immer noch nicht klar, ob solche Operationen nun erfolgreicher und weniger belastend für Patienten sind. Es steht noch nicht einmal fest, ob man nach einem robotergestützten Eingriff schneller das Krankenhaus verlassen kann. Für die Hersteller sind die Operationsroboter auf jeden Fall ein profitables Geschäft. Und auch für Kliniken kann diese Methode einen wirtschaftlichen Vorteil bringen. Seit 2000 hatte die Firma da Vinci fast ein Monopol auf die Chirurgie-Roboter. Doch mittlerweile treten zahlreiche Konkurrenten auf, die mit neueren und noch ausgeklügelteren Maschinen die Operationssäle erobern wollen. So sollen die mechanischen Finger in Zukunft auch fühlen können. Gerade in der Krebstherapie ist das wichtig, weil sich Tumorgewebe fester anfühlt als gesundes. Gelingt dieser Schritt, könnten sich die Roboter 20 Jahre nach den ersten Versuchen tatsächlich in der Chirurgie etablieren. Redaktion: Hellmuth Nordwig
Donnerstag 18:05 Uhr

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Ö1

Journal-Panorama

SteiermarkErkundung in steirischen Regionen, dort, wo (Dunkel-)Rot und Blau um Stimmen rittern und dort, wo Schwarz, Grün und Pink auf besonderen Zuspruch hoffen. Gestaltung: Astrid Plank und Birgit Pointner Am 24. November wählt die Steiermark einen neuen Landtag. Schwarz, rot, blau, grün, pink und dunkelrot sind die Farben der Parteien, die Aussicht auf Mandate haben - und die Kräfteverhältnisse könnten sich deutlich verschieben. Bei den kleineren Parteien - Grünen, NEOS und KPÖ - geht es um die Absicherung bzw. den Neueinzug in den Landtag. Die NEOS haben es 2015 nicht geschafft, rechnen sich jetzt aber gute Chancen aus - das könnte zulasten der Kommunisten gehen, die in der Steiermark zwar traditionell gut verankert sind, nun aber zittern müssen. Die Verhältnisse an der Spitze könnten sich umkehren: Die ÖVP - immer noch mehr schwarz als türkis - stellt zwar den Landeshauptmann, war aber zuletzt, wenn auch hauchdünn, nur Zweite im Land. Dass die SPÖ noch einmal die Nase vorn haben könnte, gilt aber als unwahrscheinlich. Die Aussichten der FPÖ sind nach den Skandalen des heurigen Jahres schwer einzuschätzen. Wie bunt ist also die Steiermark, und was bewegt das Wahlvolk am meisten?
Donnerstag 18:25 Uhr

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Ö1

Dimensionen

kurt gödelWie Kurt Gödel eine Zeitreise unternahm Von Robert Czepel Vor 70 Jahren stößt der österreichische Mathematiker und Logiker Kurt Gödel in den Gleichungen von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie auf eine sonderbare Lösung: Sie beschreibt ein rotierendes Universum, in dem die Zeit Schleifen bilden kann. Damit sind auch Zeitreisen mehr als reine Science-Fiction, so sehen es zumindest die Theoretikerinnen in der Physik. Schon mit Einstein, dem Freund aus Princetoner Tagen, debattierte Gödel über sein wundersames kosmologisches Modell. Und die Debatte, was Gödels Befund bedeuten könnte, geht bis heute munter weiter. Könnte ein Zeitreisender sich selbst umbringen - und dadurch seine eigene Existenz rückwirkend auslöschen? Würde er dadurch nicht das eherne Prinzip von Ursache und Wirkung ad absurdum führen? Und vor allem: Was sagt Gödels Entdeckung über die Wirklichkeit aus? Leben wir in einem Universum, in dem tatsächlich Zeitreisen möglich sind?
Donnerstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Trappist-1Tintenfische aus dem All? Die Geburt einer wissenschaftlichen Theorie Von Jennifer Rieger Die Forschung über den Beginn des Lebens auf der Erde gibt auch Aufschlüsse über die Funktionsweise wissenschaftlicher Theoriebildung. Ein warmer Tümpel voller chemischer Verbindungen, dazu die perfekten Bedingungen auf einer noch jungen Erde und vielleicht eine Portion Glück - so stellen sich die meisten Wissenschaftler heute den Beginn des Lebens auf der Erde vor. Anhänger der Panspermie-Theorie dagegen glauben, dass das Leben einst aus dem All auf die Erde herabregnete. Zum Beispiel in Form von Weltraumbakterien, die an Bord von Meteoriten auf unseren Planeten reisten. Eine Theorie, die Mitglieder der wissenschaftlichen Community meist mit hochgezogenen Augenbrauen quittieren. Zumal es für Panspermie kaum Belege gibt - oder solche, die mehr als exotisch klingen. Doch eine kleine Gruppe von Forschenden unterschiedlichster Disziplinen hält hartnäckig an ihren Überzeugungen fest - manche von ihnen seit Jahrzehnten. Zu Recht? Die Entdeckung erdähnlicher Planeten im benachbarten Sonnensystem ,Trappist-1" und Bausteinen des Lebens, die auf Kometen nachgewiesen wurden, lassen die Hoffnung aufflammen, dass die Panspermie-Theorie bald tatsächlich belegt oder widerlegt werden könnte.
Donnerstag 19:30 Uhr

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HR2

hr-Bigband Live in concert

donny mccaslinLive in concert: Donny McCaslin & hr-Bigband, cond. & arr. by Jason Lindner | hr-Sendesaal Frankfurt Live-Übertragung des Konzertes aus dem hr-Sendesaal Frankfurt: Zwei versierte amerikanische Jazzmusiker, deren kreatives Potenzial durch die Pop-Ikone David Bowie eine weitere Dimension erreicht, wollen jetzt mit der hr-Bigband eine orchestrale Brennstufe ihres musikalischen Portfolios zünden. Livesendung
Donnerstag 20:04 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

anna depenbuschDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Anna Depenbusch (1/2) Die Liedermacherin aus Hamburg hat schon mehrere Alben veröffentlicht - zwei davon hat sie in einer "Schwarz-Weiß"-Version erneut veröffentlicht: Hier gibt es ihre Lieder nur mit ihrer Stimme und Klavier zu hören. Zuletzt erschien 2018 "Das Alphabet der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß" - wer sich das anhört, der bekommt bei unserem Konzertmitschnitt einen Vorgeschmack: Wir haben für Sie den Auftritt von Anna Depenbusch im Prinzregententheater in München vom 16. März 2018.
Donnerstag 20:05 Uhr

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Ö1

Im Gespräch

Salman Rushdie"Wenn irgendetwas von mir überlebt, dann sind es meine Bücher. Ich sehe mich als Autor, nicht als ikonisches Individuum." - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Salman Rushdie, indisch-britischer Schriftsteller und Meinungsfreiheitskämpfer Er arbeitete im Theater, als Werbetexter oder als Journalist, bevor er sich mit seinen Büchern einen Namen machen konnte. Die Erstveröffentlichung seiner "Satanischen Verse" im Jahr 1988 sorgte weltweit für politische Auseinandersetzungen. In ihnen hinterfragt der kaschmir-indische, muslimische Schriftsteller die Glaubwürdigkeit des Propheten Mohammeds und die Fundamente des Islams. Der iranische Ajatollah Ruhollah Chomeini verurteilte Rushdie zum Tode und brach die diplomatischen Beziehungen mit England, das Rushdie unter Polizeischutz nahm, ab. Rushdies Übersetzer und Buchhändler wurden Opfer gezielter Terroranschläge und sein Buch wurde in vielen Staaten zensiert und verbrannt. 1990 erschien die für sein eigenes Leben stehende Parabel "Harun und das Meer der Geschichten", die Rushdie, der in Cambridge Geschichte studiert hatte, für seinen Sohn schrieb. Zwar wurde 1998 die Fatwa, also der über sein Leben entscheidende Rechtsakt, für ungültig erklärt, doch in endgültiger Sicherheit kann sich Rushdie bis heute nicht wissen. 2012 verfasste er seine Autobiografie "Joseph Anton" - der Titel erinnert an den Namen, den Rushdie im Untergrund verwendete. 1992 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur und wurde 2007 trotz heftiger Proteste von der Queen zum Ritter geschlagen. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz warnt der 1947 in Mumbai geborene Autor vor den Gefahren autoritärer Theokratien und erzählt, wie es sich nach Jahren in Verborgenheit anfühlt, wieder frei zu sein.
Donnerstag 21:00 Uhr

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Deutschlandfunk

JazzFacts

Ellen Andrea WangDie singende Kontrabassistin Porträt der norwegischen Musikerin Ellen Andrea Wang Am Mikrofon: Jan Tengeler Ellen Andrea Wang kann sich über eine rasante Karriere freuen. In ihrer norwegischen Heimat ist sie sowohl in den Popcharts präsent wie auch auf Jazzbühnen. Die Kontrabassistin und Sängerin ist als gefragte Begleitmusikerin ebenso erfolgreich wie mit eigenen Projekten. In der internationalen Jazzszene wurde Ellen Andrea Wang einst als Mitglied des Quintetts von Schlagzeuger Manu Katché bekannt. Nach intensivem Tourprogramm verließ sie die Band, um eigene kreative Ideen zu verwirklichen. Ihre Formation Pixel bezeichnet die in Oslo beheimatete Norwegerin als "Powerhouse Indie-Jazz Ensemble". Es kommt ohne Harmonieinstrumente aus und lebt vor allem durch den Gesang. Das gilt auch für ihr Trio mit Schlagzeug und Piano. In beiden Ensembles verbindet Wang moderne Improvisationskunst mit einer Klangästhetik, die sowohl vom Pop als auch von elektronischer Musik beeinflusst ist. Außerdem ist Wang Teil des in Norwegen erfolgreichen Frauen-Poptrios Gurls. Ellen Andrea Wang ist mit klassischer Musik groß geworden, sie hat Geige gespielt und im Chor gesungen, bevor sie sich als junge Frau dem Kontrabass und dem Jazz zuwandte. Nach ihrem Studium am Osloer Konservatorium hat sie sich zu einer der führenden Stimmen des jungen norwegischen Jazz entwickelt.
Donnerstag 21:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

Thomas JonigkLiebesgeschichte Hörspiel von Thomas Jonigk nach Motiven seines gleichnamigen Romans Mit: Wolfgang Pregler, Lilith Stangenberg, Robert Gallinowski u. a. Regie: Björn SC Deigner (Produktion: SWR 2017) Alle hatten trotz des "komischen" Gefühls doch einfach immer weggeschaut. Dies ist die Geschichte des Allgemeinmediziner Alexander Wertheimer. Er klagt sich selbst an, durch zügelloses Begehren sexuellen Missbrauch an einer jungen Prostituierten begangen zu haben, getarnt als liebender Rettungsversuch. Vielleicht ist aber seine Beichte nur eine Fantasie am medizinischen Behandlungstisch, von keiner Tat begleitet und nicht strafbar. Dieses Hörspiel stellt auch sein Publikum als Voyeur zur Disposition.
Donnerstag 22:03 Uhr

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Eins Live

1LIVE Krimi

Palmer EldritchDie drei Stigmata des Palmer Eldritch (1/2) Von Philip K. Dick Dystopie von Kultautor Bearbeitung: Philip Specht Erzähler: Matthias Koeberlin Barney Mayerson: Hans Kremer Leo Bulero: Udo Schenk Palmer Eldritch: Felix von Manteuffel Roni Fugate: Tanja Schleiff Richard Hnatt: Juan Carlos Lopez Emily Hnatt: Frauke Poolman Felix Blau: Andreas Pietschmann Norman Schein: Oliver Krietsch-Matzura Fran Schein: Edda Fischer Anne Hawthorne: Sandra Schwittau Helen Morris: Silke Linderhaus Geschäftsmann: Josef Tratnik Mr. Icholtz: Bert Stevens Dr. Smile: Martin Bross Monika: Pauline Höhne Pia Jurgens: Camilla Renschke Sekretärin: Demet Fey Pilot / Taxifahrer / Wachpersonal: Benjamin Steinhoff UN-Beamter: Dominik Freiberger Krankenschwester: Patricia Strasburger Radiosprecher: Max von Malotki Regie: Robert Steudtner
Donnerstag 23:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Jaap BlonkCommunicating Monologues - being there is everything Von Jaap Blonk und Josef Klammer Stimme und Computer: Jaap Blonk Synthetische Stimmen und E-Perkussion: Josef Klammer Produktion: Autorenproduktion 2018 Länge: 29"32 Zwischen Vokalkunst und Sprachsynthese: Im menschlich-synthetischen Stimmengewirr treffen Algorithmen auf Lautpoesie, Übersetzungsfehler auf Improvisation und digitale Sprachausgabe. Deaktivieren Sie Alexa, Google Assistant, Siri und Bixby! Lauschen Sie stattdessen den ,Communicating Monologues" von Josef Klammer und Jaap Blonk. Beide sind Experten für die musikalische Auseinandersetzung mit Sprache und Stimme. Im Gewirr menschlicher und synthetischer Stimmen treffen Algorithmen auf Lautpoesie, Übersetzungsfehler auf Sprachausgabe, Satzzeichen auf digitale Artefakte und Improvisation. Ein Mitschnitt aus der Großen Konzertnacht der Ars Electronica vom 9. September 2018. Jaap Blonk, geboren 1953 in Woerden, Niederlande, ist Autodidakt, Komponist, Vokalperformer und Poet. Josef Klammer, geboren 1958, Lienz, Österreich. Schlagzeugstudium an der Musikuniversität Graz. Sein künstlerisches Interesse gilt der Erforschung und Transformierung medienimmanenter Musikpotenziale. Communicating Monologues - being there is everything
Freitag 00:05 Uhr

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